Case Study - Cross Media Digital Marketing
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Cross Media Case Study

 

 

Projektvorstellung

Unser Kunde ist ein Onlineshop für Kinderbekleidung und -schuhe. Zu Beginn der Betreuung war der Shop mit seinem schmalen Produktangebot von 670 Produkten gerade einmal 8 Monate alt. Was den Kunden so besonders machte: Alle Produkte haben einen nachhaltig produzierten Prozess mit fair gehandelten Rohstoffen hinter sich. Hersteller und Lieferanten werden genauso fair bezahlt wie die Mitarbeiter des Unternehmens. Im Herstellungsprozess kommen keine chemischen Zusätze zum Einsatz. Zudem wird viel Handarbeit in die Produkte investiert. Die grüne Unternehmensphilosophie kristallisierte sich somit als stärkstes Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz heraus.

 

Ausgangsprobleme und Herausforderung

Der junge Shop wies leichte Rankings und eine erste Sichtbarkeit aus kleinen Affiliate-Netzwerken auf. Die Produktseiten waren zwar mit Inhalt und vielen Bildern gefüllt. Das Produkt wurde jedoch a) nur geringfügig thematisiert und b) wurde visuell nichts in den Vordergrund gestellt, was die absolut nennenswerte Unternehmensphilosophie hervorhob. Ein Blick auf die Keywords sowie erste Google Shopping-Kampagnen zeigte zudem auf, dass eine “falsche” Zielgruppe fokussiert wurde. Preissensible und “vergleichsaffine” NutzerInnen konvertierten auf der Website nicht, was unter anderem daran lag, dass nicht genug Kaufargumente in den Vordergrund gestellt wurden, gerade was die höheren Preise und Nachhaltigkeit der Produkte rechtfertigte.

Technische SEO-Basics wie strukturierte Daten und Rich Snippets wurden ebenso wenig eingesetzt wie der Auf- und Ausbau weiterer Online-Partner, Affiliates, Rabattaktionen, Newsletter, Paid Content, Social Media, etc.

 

Maßnahmen

Die Website und der Shop enthielten zu wenig Content-Seiten, die den grünen Ansatz widerspiegelten. Aus diesen Gründen fertigten wir eine Story an, in der der gesamte Produktionszyklus mittels Bilder und sprechenden Grafiken unterstrichen wurde. Durch die Integrierung der Fair-Trade-Policy konnten Website-Besucher somit ein stärkeres Bild davon erhalten, wie “gesund” diese Kleidung für ihre Kinder sei, im Vergleich zur ursprünglich gekauften Handelsware. Der Content der Website wurde um Assets erweitert, die besonders auf die legal verarbeiteten Schadstoffe in herkömmlicher Kleidung eingehen. Damit wurde nicht nur das Alleinstellungsmerkmal der eigenen Produkte indirekt in den Vordergrund gestellt, sondern auch ein Nachhaltigkeits- und Verantwortungsbewusstsein während der Kaufentscheidung geschaffen. 

Die Produktherstellung sowie der nachhaltige Charakter sind ein Evergreen-Hit. Deshalb begannen wir damit, Influencer (vorrangig Mütter) von den Produkten zu begeistern. Mit Hilfe eines Cross Media-Netzwerks aus  Instagram-, YouTube- und Facebook-Influencer konnte im Social Media eine erste Sichtbarkeit geschaffen werden. Unerwartet viele Kontaktanfragen erreichten das Unternehmen, sodass aus den interessierten Anfragen einerseits Testimonials, Produkttester und Markenbotschafter wurden, andererseits ein authentischer digitaler Dialog angestoßen wurde.

Parallel versuchten wir, über große Blogger-Relations-Aktionen an solche Publisher heranzukommen, die sich thematisch in den Bereichen Kinder, Schwangerschaft, Mütter und Familien bewegten. Der Fokus der Media-Beziehungen lag vor allem darauf, dass unabhängige Stimmen die Produktqualität, das Preis-Leistungsverhältnis und den Service testen sollten. Mit steigender Anzahl authentischer Mediapartner stiegen auch die wiederkehrenden Besucher, Stammkunden und Conversion. Immer mehr zielgruppenrelevante Medien – vor allem Mama-Blogs und einschlägige Portale – befürworteten den Einsatz nachhaltiger Verfahren und Rohstoffe des Unternehmens.

Um eine “Notwendigkeit” beim Umdenken hinsichtlich des Kaufs von Kinderbekleidung hervorzurufen, kreierten wir Content Assets wie Infografiken, Videos von überzeugten Kunden und “sprechende Grafiken”, die visuell aufbereitet die knackigsten Infos zu den Mengen an Gift- und Schadstoffen aufzeigten, die häufig in minderwertig produzierter Kleidung zu finden sind. Als Embedded Code stellten wir die Assets zur Verfügung, um Media-Partnern bereits aufbereitetes und frei verwendbares Datenmaterial zu bieten. Wir erweiterten das “Trust-Kontingent” zudem um Materialtests von unabhängigen Gutachtern.Positive Einnahmen aus dem Jahre 2017 sollen im kommenden Jahr zudem in gemeinnützige Projekte gegen Kinderarbeit eingesetzt werden.

 

Ziele und Impact

Wir wollten durch die Zusammenarbeit mit Media-Partnern u. a. das Brand Commitment der Zielgruppe stärken. Durch eine klare Markenpositionierung auf einschlägig bekannten Medien gewann der Online Shop sehr viel Reichweite in Form von positiver Resonanz. Eine hohe Empfehlungsquote, vor allem aus Social Media, sorgte für eine konstant einkaufende Kundschaft. Durch die breite Medienpräsenz konnte ein signifikanter Anstieg der organischen Suchanfragen verzeichnet werden.

Der Einsatz von Bewertungsplattformen, Influencer-Meinungen und unabhängigen Testberichten löste ein Grundvertrauen aus, das sich bei den Kunden u. a. in hohem Feedback-Verhalten, regelmäßigem Einkauf, starkem Word of Mouth und niedrigen Retouren widerspiegelt.

 

 

 

Hinweis: Unsere Projekte werden in verkürzter und anonymer Form präsentiert und stellen keine Standard-Prozesse unserer Agentur dar. Die Nennung des Kunden ist aufgrund der detailliert erklärten Vorgehensweise nicht möglich. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.